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Ausflugstipp(nicht nur) für Storchensüchtige

Storchentour 21.51

Der übliche Besuch in einem Zoo ist nicht unbedingt mein Ding. Eine Ausnahme und sogar ein „Muss“ ist für mich als Storchenfreak der
Naturzoo Rheine.

Hier und auf dem angrenzenden Gelände des ehemaligen Klosters Bentheim leben über einhundert Storchenpaare. Die Tiere haben sich in den letzten Jahrzehnten dort als große Kolonie angesiedelt und sind selbstverständlich „freilebend“.
In der Mitte des Zoogeländes gibt es den sogenannten Storchenplatz. Hier leben und brüten einige flugunfähige Störche. Da auf diesem Platz gefüttert wird, gibt es hier auch ein ständiges einfliegen der „wilden“ Artgenossen.
Ein sehr schönes Szenario und ideal für Fotostudien auch mit kleiner Brennweite.
Von Menschenhand geschaffene Nisthilfen gibt es nicht. In den umliegenden Bäumen haben sich die Vögel natürliche Horste gebaut. Teilweise kann man bis zu fünf dieser gewaltigen Nester in einem Baum sehen.
Unabhängig von dem Storchengeschehen biete dieser kleine Zoo reichlich Sehenswürdigkeit und Programm. Vieles ist Kindgerecht, Streichelzoo mit inbegriffen.
Auf dem Zoogelände gibt es ein gutes sb-Restaurant mit moderaten Preisen.

Der Besuch der Anlage Kloster Bentheim einschließlich Salinenpark und Kulturzentrum ist kostenlos.
Der Eintritt zum Zoo beträgt für einen Erwachsenen 9 € und ist damit im Vergleich zu anderen Einrichtungen dieser Art sehr günstig.
https://www.naturzoo.de/


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Die Brutphase hat begonnen

Seit Anfang der zurück liegenden Woche wird in Bünde/Elsebruch gebrütet.Die Störchin legt in einen Abstand von 2-3 Tagen jeweils ein Ei. Normal ist ein Gelege mit etwa drei Eiern. Teilweise legen Störche bis zu sechs Eier. Die Brutzeit beträgt 32 Tage. So dürfte es hier in der ersten Maiwoche zum ersten Schlupf kommen. Entsprechend der Eiablage schlüpfen die Küken in einen Abstand von zwei Tagen

Vom Nest Bruchmühlen/Reiterhof Tönsing wird ebenfalls Brut gemeldet. Hier wird bereits seit dem 28.3. gebrütet.

In Bünde/Ahle habe ich heute ebenfalls ein Brutgeschäft beobachten können. Über diesen Brutbeginn kann ich keine Angaben machen.

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Action in Löhne

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Seit Wochen warteten die Storchenfreunde aus Löhne auf die Besetzung des Nestes in der Blutwiesen. Zwar wurden hier immer wieder Störche gesichtet, aber das Nest war bereits durch einen anderen Vogel besetzt. Ein Paar Nilgänse hatte sich häuslich eingerichtet und hatte auch mit dem Brüten begonnen.
Heute kam es dann zu dem Übergriff eines Storchenpaares. Die Beiden vertrieben die Gänse aus dem Nest und zerstörten deren Gelege.

Marion Schröder hat die Nisthilfe 2017 in der NSG Blutwiese initiiert.
Im gleichen Jahr fand sich ein Brutpaar ein. Leider blieb diese Brut und auch die Brut von 2018 erfolglos.
Wollen wir hoffen, dass die Saison 2019 erfolgreich verläuft und das dann ein Löhner Storchennachwuchs in den Süden entlassen werden kann.

Hingegen ist es in Bünde die eigene Art die unter den Störchen Aufregung verbreitet. Storchenbeobachter erzählen von Auseinandersetzung von bis zu zehn Tieren.Unmittelbar zu dem Nest im Bruch gibt es drei weitere Nisthilfen. Andere Störche versuchen hier einen Platz zu finden, aber das Bünder Storchenpaar scheint keine Eindringlinge in ihrem Revier zu dulden.Zudem meine ich zu Erkennen, dass die Storchenpaare hier aus dem Nahbereich(Ahle,Bruchmühlen) sich gegenseitig attackieren.


Auch in Südlengern scheint sich wieder etwas zu tunen. Dort habe ich in den letzten Tagen schon mehrmals einen einzelnen Storch auf dem Nest gesehen.
Üblicherweise kommt zuerst ein Männchen eingeflogen und wartet dann auf eine mögliche Partnerin.

Feuchtgebiete

Typisch für diese Jahreszeit steht das Wasser in den Wiesen. Regenwürmer lassen sich gut als Nahrung in den stehenden Wasser finden.
Nicht nur das Storchenpaar hat jetzt ausreichen Nahrung, auch Lachmöwen und Stare haben sich hier in großer Anzahl eingefunden.

Wiedermal sorgten Fremdstörche in der vergangenen Woche für Abwechslung.Ich selber vermute hierzu das Storchenpaar aus Bünde-Ahle. Die Reviergrenzen der Vögel sind wohl noch nicht eindeutig geklärt.

In diesem Jahr neu ist eine weitere Nisthilfe im Randbereich des Elsebruches.
Ca. einen Kilometer Luftlinie entfernt von dem bisherigen Horst wurde auf dem Gelände eines Gartenbaubetriebes diese Nisthilfe aufgestellt.
Den hat das alte Storchenpaar auch schon begutachtet. Anscheinend nutzen sie den Turm als weiteren Aussichtspunkt über ihr Revier.
Wer das angestammte Storchenpaar kennt weiß, dass es Neuankömmlinge hier sehr schwer haben werden.
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the same procedure as every year

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Trotz des widrigen Wetters habe ich für dieses Jahr meine erste kleine Storchenrunde hier im Nahbereich gemacht und weiß erfreuliches zu Berichten.
Außer dem Nest Bünde/Elsebruch sind jetzt schon paarweise besetzt:
-Bünde/Ahle
-Enger/Enger Bruch( s.a. http://www.lietzow-naturfotografie)
-Bruchmühlen/ Reiterhof Tönsing
-Bruchmühlen/Krukum
-Ich war zwar noch nicht in Hiddenhausen/Milchstr., gehe   aber davon aus, dass die dortigen Winterstörche oben auf   sind.
Meiner Einschätzung nach müssten das wieder alles die Paare aus dem letzten Jahr sein.

Artikel aus der heutigen Ausgabe der Bünder Zeitung:
https://m.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Herford/Buende/3696120-Zum-siebten-Mal-hat-das-selbe-Maennchen-den-Horst-im-Buender-Elsebruch-besetzt-Die-Stoerche-sind-zurueck?fbclid=IwAR3N7WviqkDYUXOaCDz99gJ_hAAcsjtSFSpUn6JP2DOpLgNH6fb16Y45LKY

Beide wieder da !!!

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Normalerweise soll bei einer guten Geschichte der Spannungsbogen gegen Ende seinen Höhepunkt haben.
Bei uns Storchenguckern verhält sich das etwas anders.
Kommt das gewohnte Storchenpaar wieder zurück auf seinem angestammten Horst?
Schon seit ein paar Tagen werden Störche aus dem Bruch gemeldet. Auch ich selber wurde von solch einigen „Durchzieher“ zum Narren gehalten.
Heute dann die erlösende Sichtung. Storchenfreunde meldeten zwei Störche auf dem Horst mit der Auslesung des bekannten Ringes.
Das Weibchen hat in den Jahren gewechselt. Das Männchen aber ist jetzt zum siebten mal in den Bünder Elsebruch eingeflogen und ist damit von Anfang des Horstes mit dabei.
Mittlerweilen hat es in Bünde und Umgebung einiges an Storchennachwuchs gegeben. Üblicherweise kommen Störche zu ihren Ursprung zurück.
Es gibt einige neue Nisthilfen im Nahbereich.
Wir dürfen auf die Storchensaison 2019 gespannt sein.

Siehe auch: Facebook/Störche im Elsebruch