Alle Beiträge von peterschubert56

Wir sind dann mal wech

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Seit eineinhalb Wochen wurde hierzulande kein Storch mehr gesehen.Beide Alttiere haben sich für ihre Reise in den Süden verabschiedet.Etwas für Störche untypisch, aber vielleicht gerade deshalb für uns Beobachter besonders schön:

Sie waren gemeinsam gekommen und jetzt haben sie wieder gemeinsam den Bruch verlassen.

Das Storchenjahr im Bünder Elsebruch 2017

– Ende Februar werden die ersten durchziehenden Störche über Bünde gemeldet

– 6.3.2017 ein einzelner Storch steht im Horst (unberingt)

– 7.3.2017 Ein Storchenpaar ist auf das Nest aufgeflogen. Ein Vogel unberingt,
ein Vogel beringt.
Die Ringnummer des alten Bünder Storches kann ausgelesen werden.

Das Storchenpaar bleibt anwesend und es folgt in den nächsten Tagen Kopulation.
Immer wieder Versuch von Fremdstörchen das Nest zu besetzen.

– ab. ca. 30.3.2017 beginn der Eiablage und Brut
Voraussichtlich erster Schlupf ab erste Maiwoche

– Anfang Mai zeigt sich „Bewegung“ im Nest

– Mitte Mai: wir zählen drei Küken

-9.Juni: Nur noch zwei Küken im Nest.
Vermutlich ist ein Jungvogel dem vorherigen Starkregen mit den entsprechenden Windböen zum Opfer gefallen ist.

-9.Juli: Die beiden Jungstörche verlassen zum ersten mal das Nest

– 6. August: Die beiden Jungstörche schließen sich einer Gruppe von durchziehenden Störchen an und begeben sich damit auf die Reise in den Süden.

– Ende August: Beide Altstörche haben gemeinsam ihr Brutrevier verlassen.

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Reiseziele?

Aufgrund der beiden unterschiedlichen Flugrouten unterscheidet man die mitteleuropäischen Störche zwischen West-und Ostziehern.
Wegen der fehlenden Thermik über dem Wasser meiden die Vögel den direkten Weg über das Meer.Sie fliegen am Rande des Mittelmeeres zu ihren Zielorten.
Die Westzieher fliegen die Route über Gibraltar.
Die wohl weitaus größere Gruppe zieht über den Bosporus(Ostzieher).
Viele Störche überqueren schon gar nicht mehr den Mittelmehrraum, sondern überwintern in den milden Gefilden der nördlichen Mittelmeeranrainer.
Einige Tiere bleiben sogar ganz hier(z.B. Das Hiddenhausener Storchenpaar).

Türkische Storchenfreunde berichten mit fantastischen Bildern vom Bosporus(via face-book).
Hunderttausende Störche machen hier rast bevor sie die Arabischen Länder überfliegen um dann ihre Ziele in Afrika zu erreichen.
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Foto: Emine Nurhan Tekin

Gute Aussicht

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Noch ist das Bünder Storchenpaar präsent und Storchenfreunde bekommen noch immer ihre Audienz.
Z.Zt. halten sich sich gerne im Werfer Bruch auf. Dort steht ebenfalls eine für Störche aufgestellte Nisthilfe.
Mit der einfachen Plattform hat sich bisher zwar kein Brutpaar angefreundet, aber jetzt wird der Mast gerne als Aussichtsturm genutzt.
Von hier aus können die Störche ohne Mühe weit über die Landschaft schauen und die Aktivitäten auf den Felder beobachten.
Vielleicht halten sie aber auch Ausschau nach anderen Störchen.
Auch in Bruchmühlen ist das brutlose Storchenpaar immer noch zugegen. Heute konnte ich beobachten, wie sie ihr angestammtes Revier gegen vier Fremdstörche verteidigten.

Spätsommer im Elsebruch

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Und vielleicht die letzten gemeinsamen Bilder von dem Storchenpaar.
Die Jungen haben sich vor einer Woche in den Süden verabschiedet(siehe vorherige Beiträge) und die Alten können ihnen jetzt jeden Tag folgen.
Wenn denn alles gut geht, dann werden sie im nächsten Frühjahr hier wieder zusammen treffen. Jetzt aber steht ihnen eine lange und beschwerliche Reise bevor.
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Kommt gut hin !

Ich mach die Storchenbeobachtung jetzt schon einige Jahre, aber solch bewegende Sichtung hatte ich und auch andere Storchenfreunde vor Ort wohl noch nie.
Wir hatten uns zu einem formlosen Treffen am Storchenhorst verabredet und wollten uns bei einer Tasse Kaffee von den hiesigen Störchen verabschieden.

Es sollte ein tatsächlicher Abschied werden.
Alle vier Störche waren heute Morgen in den Wiesen anwesend. Die Altvögel schienen sichtbar unruhig zu sein. Klappern standen sie im Nest oder auch in den Wiesen. Es schien Gefahr in der Luft zu sein.

Gegen 11.15Uhr tauche dann auch eine Gruppe von fünf Fremdstörche aus Norden kommend am Himmel auf und näherten sich im Tiefflug.
Ohne Zeremonie stiegen dann unsere beiden Jungvögel auf, flogen einen Halbkreis und schlossen sich der Gruppe an.
Tatenlos blieben die Elterntiere am Boden.
Die Gruppe von jetzt sieben Störchen stieg in der Thermik hoch auf bis wir sie nicht mehr sehen konnten.

Uns Beobachter war die Situation sofort klar: Jetzt sind die Kleinen abgeholt worden, jetzt begeben sie sich auf ihre große Reise in den Süden.

Alles ist gut. Alles geht seinen natürlichen Gang, aber so kommt doch Wehmut auf. Haben wir doch wiedermal eine heranwachsende Generation von Störchen mit unseren Beobachtung begleiten dürfen.
Jetzt hoffen wir, dass sie eine gute Reise haben und dass sie vielleicht eines Tages wieder über unseren Himmel erscheinen werden.
Die Bezeichnung „ Adebar“ kommt aus dem Altgermanischen und heißt:
„Der Glücksbringer“.
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Das Ende der Saison naht

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Aber noch fliegt all abendlich der Storchennachwuchs auf den sicheren Horst im Elsebruch zum übernachten auf.Das Elternpaar nächtigt auf den umliegenden Weidezaunpfählen.
Die nahen Äcker bieten z.Zt. genug Nahrung, so das die Storchenfamilie tagsüber nicht weit fliegen braucht, vielmehr laufen sie den hier pflügenden Traktoren hinter her.
Gelegentlich sieht man über den Bünder Himmel vier Störche in der Thermik kreisen.
Mittler weilen verliert sich auch die Schwarzfärbung der Schnäbel bei den Jungstörchen und es wird schwieriger Alt von Jung zu unterscheiden.

BlogAus den näheren Umkreis werden die ersten Gruppen von durchziehenden Störchen gemeldet. Zuerst werden sich die Jungen solch einer Gruppe anschließen. Die Altvögel werden ihnen wenige Tage später in den Süden folgen. Üblicherweise fliegen Männchen und Weibchen dann getrennte Wege.

 

Flügge Teil 3

Auch die Jungstörche im Enger Bruch sind jetzt flügge.
Storchenfreunde vor Ort berichtete, dass die Jungen gestern (Do.27.7.) zum ersten mal des Nest verlassen hatten.
Besonders schön war für mich die Aufstellung der Storchenfamilie bei meiner heutigen Besichtigung vor Ort.
Die Jungstörche standen auf dem Horst, Vater Storch stand unten davor und Mutter Storch hatte es sich auf einem
Laternenmast gemütlich gemacht.
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Unsere Bünder Jungstörche machen hin-des immer größere Ausflüge.
So wurde vorab in den letzten 24 Std. keine Sichtungen mehr gemeldet.
Heute am frühen Abend standen sie allerdings wieder im Nest.

Zu den Störchen in Enger siehe auch:
http://www.lietzow-naturfotografie.de/html/enger_bruch_2.html