Alle Beiträge von peterschubert56

Public Viewing im Elsebruch

Zumindest hier kommt bei den wenigen Zuschauern kein Frust auf.
Auch unsere heutigen Akteure haben ein schwarz-weißes Laibchen an.
Es steht 2:3 und alle hoffen, dass die Kondition bis zum Ende hält.
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Stand der Dinge

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Der Regen bringt Segen.
Die jetzt schon wochenlang andauernde Trockenheit macht den hiesige Storchenfamilie zu schaffen.
Die Böden der umliegenden Wiesen sind ausgetrocknet. Die auf Feuchtgebiete angewiesenen Tiere haben große Schwierigkeiten Nahrung für ihren Nachwuchs zu finden. Der Regen der letzten Stunden dürfte jetzt etwas Endspannung bringen.
Zumindest ist die Wasserversorgung im Bereich der Else gewährleistet. Gestern konnte ich beobachten wie das Bünder Storchenweibchen sich an einer abgelegenen Stelle des Flusses Wasser holte und es dann zu ihren Jungen brachte.
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So scheint der Dreier-Nachwuchs im Bünde/Elsebruch wohl auf. Ein Küken ist noch deutlich kleiner als seine beiden Geschwister. Es scheint sich aber behaupten zu können.

In Bünde/Ahle konnte ich gestern zwei Küken zählen und auch eine „Wachablösung“ sehen.
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Jetzt auch die erhoffte Meldung aus Löhne/Blutwiese. Seit Mitte der Woche wird hier das erste Küken gemeldet.

Anfang der Woche war ich in Enger/Enger Bruch. Von der ursprünglichen Vierer-Brut stehen noch drei Küken im Nest. Sicherlich aus der Notlage heraus verlassen jetzt schon beide Elterntiere in diesem frühen Stadium zur Futtersuche das Nest.

Auf dem Reiterhof Tönsing/Bruchmühlen steht ein verwöhntes Einzelkind. Noch immer verbleibt hier ein Altvogel als Aufpasser mit im Nest.

Auf dem neuen Nest in Bruchmühlen/Krukum zeigt sich jetzt deutlich auch eine Zweier-Brut.

Aus Hiddenhausen/Milchstraße wird in der Lokalpresse von einer Zweier-Brut berichtet.
(Westfalen-Blatt vom 5.6.2018).

Wie schon vorab geschrieben ist die Brut in Südlengern auf gegeben worden.

Die hiesigen Störche auf facebook:
https://www.facebook.com/groups/1525237881077003/
https://www.facebook.com/groups/380221045669924/

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausflugstipp (nicht nur) für Storchenverrückte

Der übliche Besuch in einem Zoo ist nicht unbedingt mein Ding. Eine Ausnahme und sogar ein „Muss“ ist für mich als Storchenfreak der Naturzoo Rheine.
Hier und auf dem angrenzenden Gelände des ehemaligen Klosters Bentheim leben über einhundert Storchenpaare. Die Tiere haben sich in den letzten Jahrzehnten dort als große Kolonie angesiedelt und sind selbstverständlich „freilebend“.
In der Mitte des Zoogeländes gibt es den sogenannten Storchenplatz. Hier leben und brüten einige flugunfähige Störche. Da auf diesem Platz gefüttert wird, gibt es hier auch ein ständiges einfliegen der „wilden“ Artgenossen.
Ein sehr schönes Szenario und ideal für Fotostudien auch mit kleiner Brennweite.
Von Menschenhand geschaffene Nisthilfen gibt es nicht. In den umliegenden Bäumen haben sich die Vögel natürliche Horste gebaut. Teilweise kann man bis zu fünf dieser gewaltigen Nester in einem Baum sehen.
Storchentour 21.51

Unabhängig von dem Storchengeschehen biete dieser kleine Zoo reichlich Sehenswürdigkeit und Programm. Vieles ist Kindgerecht, Streichelzoo mit inbegriffen.
Auf dem Zoogelände gibt es ein gutes sb-Restaurant mit moderaten Preisen.

Der Besuch der Anlage Kloster Bentheim einschließlich Salinenpark und Kulturzentrum ist kostenlos.
Der Eintritt zum Zoo beträgt für einen Erwachsenen 9 € und ist damit im Vergleich zu anderen Einrichtungen dieser Art sehr günstig.
https://www.naturzoo.de/

 

Nesthäkchen

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Die Anzahl von Küken im Bünder Nest blieb mir diese Woche ziemlich unklar.
Nach dem Verlust vom letzten Wochenende hatte noch drei Küken gezählt.
Gegen Mitte der Woche sah ich immer nur Zwei und vermutete einen weiteren Verlust.
Dann sah ich am Donnerstag wieder ein drittes Köpfchen. Dabei ist es dann bis zum heutigen Sonntag geblieben. Das dritte Küken ist deutlich kleiner als seine Geschwister. Bei Futterknappheit sind diese kleinen Nachzügler besondere Sorgenkinder von uns Beobachtern.
Die anhaltende Trockenheit macht sicherlich allen Stochenfamilien hier in der Umgebung zu schaffen. Sieht man die Alttiere bei ihrer mühsamen Futtersuche, erkennt man sehr schnell, dass Wiesen und Felder nicht sehr viel hergeben. Selbst die eigens angelegten Blänken sind fast ausgetrocknet.
Zumindest durch die nahe Else dürfte die Wasserversorgung noch gewährleistet sein.
Hoffen wir, dass die angekündigte Hitzewelle für die Woche auch den entsprechenden Gewitterregen mit sich bringt.

Pfingsttour zu den Störchen

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Für heute hatte ich mich mit einer lieben Storchenfreundin verabredet.Wir wollen uns die belegten Nester im Nahbereich anschauen.
Marion Schröder ist Initiatorin des Löhner Horstes in den Blutwiesen.

All so hatte ich Marion heute Morgen zeitig eingesammelt und wir sind dann auch zuerst zu „ihrem“ Nest gefahren.
Der Horst wurde letztes Jahr aufgestellt und ist dann gleich von Störchen bezogen worden. Es kam aber zu keiner erfolgreichen Brut.
Dieses Jahr sitzt wieder ein Pärchen obenauf und ist seit vier Wochen am brüten.Mit einem Schlupf ist im laufe dieser Woche zu rechnen.

Zweiter Besichtigungsort war das Nest in Südlengern. Die dortige Nesthilfe steht schon seit einigen Jahren hinter dem Gebäude der Grundschule, ist aber in diesem Jahr das erste mal von einem Brutpaar bezogen worden. Auch hier kann in den nächsten Tagen dem ersten Nachwuchs kommen.

Weiter, über die A30 nach Bruchmühlen.
Auf dem Reiterhof Tönsing kam es bereits Anfang Mai zum Schlupf.
Vor zwei Wochen konnte ich zwei Küken dokumentieren.
Es scheint hier zu einem Verlust gekommen zu sein.
Heute sahen wir nur einen, aber schon recht großen Jungvogel.

Nur ca. einen Kilometer weiter in westlicher Richtung gibt es einen weiteren Horst. Der wurde im letzten Dezember aufgestellt und ist schon dieses Jahr von einem Paar bezogen worden.
Wenn alles gut geht, dann dürfte es auch hier in den nächsten Tagen kleine Störche geben.

Nach einer guten Frühstückspause weiter zu meinem speziellen Sorgenkind nach Bünde/Ahle.
Der Horst steht in unmittelbarer Nähe zu zwei Windkrafträdern.
Hier konnten wir einen Brutvogel beim „Eierdrehen“auf dem Nest beobachten. Der Schlupf müsste ebenfalls in den kommenden Tagen stattfinden.

Das sechste Nest war heute dann das Nest im Enger Bruch.
Hier gibt es eine „Vierer- Brut“.
Die Küken sind etwa zweieinhalb Wochen alt und lassen sich deutlich erkennen.
Wir dürfen gespannt sein ob angesichts der Trockenheit alle Viere durchkommen. Wir brauchen unbedingt Regen.

Und zu guter Letzt der Horst im Elsebruch/ Bünde.
Das Nest wurde initiiert und aufgestellt von dem Besitzer der Pferdepension Wellmann.
Seit dem Drama vom letzten Samstag(s.u.) waren wir hier besonders gespannt: Wie viele Küken sind noch da?
Es waren drei und die Altvögel machten nicht den Eindruck als ob sie daran etwas ändern wollten.

Aus dem nördlichen Bundesgebiet werden bereits heftige Verlust bei den Storchenbruten gemeldet. Wir brauchen Regen !

Trotz alledem:
Heute war ein guter Tag
Peter Schubert/ Bünde/ 21.5.2018

 

Ein wahres Wechselbad der Gefühle

Welch eine Anspannung in der Storchenbeobachtung liegen kann hat mir der dieser Tag wiedermal gezeigt.
Heute, gegen Mittag wollte ich erneut erneut eine mögliche Anzahl von Küken im Bruch ersehen.
Stattdessen spielte sich ein kleines Drama auf der Nestbühne ab. Die Störchin „ entsorgte“ ein totes Storchenküken auf ihrer Art.

Nicht nur Störche, auch viele andere Tiere machen das. Fehlt es an Nahrung oder ist ein Jungtier erkrankt, töten sie diesen Nachwuchs und schrecken dabei auch vor Kronismus nicht zurück.

Mit Sorge war ich dann heute Nachmittag wieder vor Ort und dann wurde mir das vorherige Geschehen erklärlich.
Trotz des einzelnen Verluste konnte ich jetzt drei Küken deutlich erkennen.
Es muss also zumindest eine Vierer-Brut gewesen sein.
Da die Küken allesamt noch sehr klein sind, ist auch hier das letzte Wort der Zählung noch nicht gesprochen. Was wir jetzt brauchen ist Regen. Das Umland ist trocken und das notwendige Gewürm als Kleinstörchennahrung lässt sich für die Altvögel nur schwer finden.
Etwas zur Entspannung trägt dazu bei, dass überall Heu gemacht wird.
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