Nesthäkchen

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Die Anzahl von Küken im Bünder Nest blieb mir diese Woche ziemlich unklar.
Nach dem Verlust vom letzten Wochenende hatte noch drei Küken gezählt.
Gegen Mitte der Woche sah ich immer nur Zwei und vermutete einen weiteren Verlust.
Dann sah ich am Donnerstag wieder ein drittes Köpfchen. Dabei ist es dann bis zum heutigen Sonntag geblieben. Das dritte Küken ist deutlich kleiner als seine Geschwister. Bei Futterknappheit sind diese kleinen Nachzügler besondere Sorgenkinder von uns Beobachtern.
Die anhaltende Trockenheit macht sicherlich allen Stochenfamilien hier in der Umgebung zu schaffen. Sieht man die Alttiere bei ihrer mühsamen Futtersuche, erkennt man sehr schnell, dass Wiesen und Felder nicht sehr viel hergeben. Selbst die eigens angelegten Blänken sind fast ausgetrocknet.
Zumindest durch die nahe Else dürfte die Wasserversorgung noch gewährleistet sein.
Hoffen wir, dass die angekündigte Hitzewelle für die Woche auch den entsprechenden Gewitterregen mit sich bringt.

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Pfingsttour zu den Störchen

Storchentour 21.5

Für heute hatte ich mich mit einer lieben Storchenfreundin verabredet.Wir wollen uns die belegten Nester im Nahbereich anschauen.
Marion Schröder ist Initiatorin des Löhner Horstes in den Blutwiesen.

All so hatte ich Marion heute Morgen zeitig eingesammelt und wir sind dann auch zuerst zu „ihrem“ Nest gefahren.
Der Horst wurde letztes Jahr aufgestellt und ist dann gleich von Störchen bezogen worden. Es kam aber zu keiner erfolgreichen Brut.
Dieses Jahr sitzt wieder ein Pärchen obenauf und ist seit vier Wochen am brüten.Mit einem Schlupf ist im laufe dieser Woche zu rechnen.

Zweiter Besichtigungsort war das Nest in Südlengern. Die dortige Nesthilfe steht schon seit einigen Jahren hinter dem Gebäude der Grundschule, ist aber in diesem Jahr das erste mal von einem Brutpaar bezogen worden. Auch hier kann in den nächsten Tagen dem ersten Nachwuchs kommen.

Weiter, über die A30 nach Bruchmühlen.
Auf dem Reiterhof Tönsing kam es bereits Anfang Mai zum Schlupf.
Vor zwei Wochen konnte ich zwei Küken dokumentieren.
Es scheint hier zu einem Verlust gekommen zu sein.
Heute sahen wir nur einen, aber schon recht großen Jungvogel.

Nur ca. einen Kilometer weiter in westlicher Richtung gibt es einen weiteren Horst. Der wurde im letzten Dezember aufgestellt und ist schon dieses Jahr von einem Paar bezogen worden.
Wenn alles gut geht, dann dürfte es auch hier in den nächsten Tagen kleine Störche geben.

Nach einer guten Frühstückspause weiter zu meinem speziellen Sorgenkind nach Bünde/Ahle.
Der Horst steht in unmittelbarer Nähe zu zwei Windkrafträdern.
Hier konnten wir einen Brutvogel beim „Eierdrehen“auf dem Nest beobachten. Der Schlupf müsste ebenfalls in den kommenden Tagen stattfinden.

Das sechste Nest war heute dann das Nest im Enger Bruch.
Hier gibt es eine „Vierer- Brut“.
Die Küken sind etwa zweieinhalb Wochen alt und lassen sich deutlich erkennen.
Wir dürfen gespannt sein ob angesichts der Trockenheit alle Viere durchkommen. Wir brauchen unbedingt Regen.

Und zu guter Letzt der Horst im Elsebruch/ Bünde.
Das Nest wurde initiiert und aufgestellt von dem Besitzer der Pferdepension Wellmann.
Seit dem Drama vom letzten Samstag(s.u.) waren wir hier besonders gespannt: Wie viele Küken sind noch da?
Es waren drei und die Altvögel machten nicht den Eindruck als ob sie daran etwas ändern wollten.

Aus dem nördlichen Bundesgebiet werden bereits heftige Verlust bei den Storchenbruten gemeldet. Wir brauchen Regen !

Trotz alledem:
Heute war ein guter Tag
Peter Schubert/ Bünde/ 21.5.2018

 

Ein wahres Wechselbad der Gefühle

Welch eine Anspannung in der Storchenbeobachtung liegen kann hat mir der dieser Tag wiedermal gezeigt.
Heute, gegen Mittag wollte ich erneut erneut eine mögliche Anzahl von Küken im Bruch ersehen.
Stattdessen spielte sich ein kleines Drama auf der Nestbühne ab. Die Störchin „ entsorgte“ ein totes Storchenküken auf ihrer Art.

Nicht nur Störche, auch viele andere Tiere machen das. Fehlt es an Nahrung oder ist ein Jungtier erkrankt, töten sie diesen Nachwuchs und schrecken dabei auch vor Kronismus nicht zurück.

Mit Sorge war ich dann heute Nachmittag wieder vor Ort und dann wurde mir das vorherige Geschehen erklärlich.
Trotz des einzelnen Verluste konnte ich jetzt drei Küken deutlich erkennen.
Es muss also zumindest eine Vierer-Brut gewesen sein.
Da die Küken allesamt noch sehr klein sind, ist auch hier das letzte Wort der Zählung noch nicht gesprochen. Was wir jetzt brauchen ist Regen. Das Umland ist trocken und das notwendige Gewürm als Kleinstörchennahrung lässt sich für die Altvögel nur schwer finden.
Etwas zur Entspannung trägt dazu bei, dass überall Heu gemacht wird.
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Kinderstube Elsebruch

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Heute konnte ich zum ersten mal den Bünder Storchennachwuchs sichten.
Zwei kleine Köpfe streckten sich für einen kurzen Moment  der Mutterstörchin entgegen.
Damit ist das Ende aber noch nicht in Sicht. Entsprechend der Eiablage schlüpft ca. alle zwei Tage ein Küken. Somit könnte sich noch der eine oder auch der andere Nachzügler im Nest befinden.

Etwa zwei Monate werden jetzt die Kleinen auf dem Horst verbringen um sich von ihren Eltern füttern und schützen zu lassen.
Wünschen wir uns einen guten Verlauf und wunderbare Beobachtungen am Nest.

Freudige Ereignisse

Die Unruhe der Altvögel zeigt an, dass es unter deren „Popo“ Bewegung gibt.
Schalenreste und Kot der Kleinen werden heraus katapultiert.
Noch ist der Nachwuchs in Bünde/Elsebruch sehr klein und Köpfchen über dem Nestrand lassen sich noch nicht erkennen. Ich denke, zum nächsten Wochenende sehen wir hier mehr.

Bereits deutlich sichtbar ist der erste Nachwuchs in Bruchmühlen/Reiterhof Tönsing.
Hier konnte ich heute zumindest zwei Küken sehen. Der Schlupf erfolgt im Zweitagerhythmus. Von daher können noch kleinere Geschwister in den nächsten Tagen zu sehen sein.

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Es wird wieder spannend

An allen, von mir genannten Standorten hier im Nahbereich wird gebrütet.

Bereits den ersten Schlupf müsste es auf dem Reiterhof Tönsing/Bruchmühlen in dieser Woche gegeben haben.
Bei dem Storchenpaar Bünde Hunnebrock/Werfen dürfte sich der Nachwuchs in der kommenden Woche melden(Himmelfahrt).
Für Enger und Hiddenhausen kann ich keine Aussage machen, da ich den Brutbeginn nicht mit bekommen habe. Sie dürften etwa Zeitgleich mit den Störchen vom Elsebruch liegen.
Etwa zwei Wochen später werden die Nester Bünde/Ahle, Löhne und Südlegern folgen.
Es wird dann jeweils mindestens noch eine Woche dauern bis die Küken über den Nestrand schauen und wir sie dann sehen können. Entsprechend der Eiablage wird alle zwei Tage ein Küken schlüpfen.

An einigen Nestern im Bundesgebiet sind sogenannte „Web-Cam’s“ installiert. Hier kann man dann die Entwicklung „life“ verfolgen.
Meine Tipp wäre das Nest in Petershagen am alten Amtsgericht.
Hier sind auch bereits die ersten Küken in dieser Woche geschlüpft.
http://stoerche-minden-luebbecke.de/cam.html