Das Ende der Saison

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Die Zeiger der Jahresuhr stehen noch nicht einmal auf Dreiviertel. Doch neigt sich die Storchensaison deutlich gegen das diesjährige Ende.
Wir Storchenfreunde hatten wiedermal wunderbare Stunden unterhalb des Storchenhorstes im Elsebruch. Mir selber hat es wiedermal sehr viel Freude bereitet das hiesige Geschehen in bescheidener Weise dokumentieren zu dürfen.
Noch vor wenigen Jahren war der Vogel Weißstorch hierzulande ein Begriff aus früheren Jahren. Dieses Jahr hatten wir allein im Kreis Herford sechs Brutpaare. Vier Bruten waren erfolgreich und so entlassen wir hier aus dem Kreis zehn Jungstörche für ihre große Reise in den Süden.

Unterhalb dem Horst steht die sogenannte Storchenbank, zwischen Linde und Kastanie sicherlich einer der schönsten Plätze in Bünde. Von hier durften wir wieder eine neue Generation von Störchen heranwachsen sehen. Wir sahen Liebesspiel und Revierkämpfe,sahen die Fürsorge und die Ausdauer der Altvögel,zählten begierig die kleinen Köpfe der Küken, sahen die ersten Flugversuche der Jungstörche, ihr erstes Aufsteigen in den warmen Aufwinden.
Wohl kein anderes freilebendes Tier lässt sich so unmittelbar beobachten wie der Weißstorch.

Die Reise der Störche hat dieses Jahr frühzeitig begonnen. Die durch die andauernde Hitze ausgetrockneten Wiesen und Äcker geben nicht Nahrung her. Noch ist das Elternpaar aus dem Elsebruch zugegen. Sicherlich bald werden auch sie sich auf dem Weg machen. Aus dem ganzen Bundesgebiet werden durchziehende Störche gemeldet und auch am Bosporus werden bereits die ersten Überflieger gesichtet.

Es heißt: Die Zeit nach den Störchen ist die Zeit vor den Störchen.
Peter Schubert/3.8.2018

Neue Westfälische vom 29.7.2018:
https://www.nw.de/lokal/kreis_herford/buende/22202429_Erfolgreiches-Storchenjahr-in-Buende.html


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Störche „Aktuell“

Es sieht nun so aus, als wenn die drei Jungstörche den Elsebruch verlassen haben.
Aufgrund der Trockenheit und des schlechten Nahrungsangebotes hatte ich ein frühzeitiges Verlassen schon vorab vermutet.
Seit letzten Mittwoch sehe ich nur noch die beiden Elterntiere in den Wiesen.

Ähnliches wird auch aus Enger berichtet. Auch hier sind wohl nur noch die Altvögel zugegen.(http://vogelgucker.blogspot.com/)

Aus Hiddenhausen berichte das Westfalen-Blatt, dass die beiden Jungstörche seit letzten Freitag flügge sind.
(http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Herford/Hiddenhausen/3407782-Gerhard-Schaeper-beobachtet-die-Windfriedstoerche-bei-der-ersten-familiaeren-Futtersuche-Der-Nachwuchs-fliegt)

Eine Storchenfreundin berichtete mir , dass auch die Jungstörche in Bünde-Ahle heute vom Nest herunter gekommen sind.

Der Himmel über B…

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Sobald kleine Störche das Nest verlassen können sie fliegen. Manchmal wirken sie dabei noch etwas tollpatschig und ziehen es jetzt noch vor in den umliegenden Wiesen zu bleiben.
Heute konnte ich doch sehen wie sie dann auch mal in der Thermik aufstiegen und hoch am Himmel kreisten.
Die Altvögel sind meist zur Futtersuche unterwegs. Das Weibchen war heute ich auf einer Feuchtwiese am Hücker Moor zu beobachten. Trotzdem bleibt das Nahrungsangebot bedingt durch die lang andauernde Trockenheit sehr gering. Zwar wird auf den Felder das Getreide eingefahren, aber solange nicht gepflügt wird ist das keine deutliche Verbesserung.
Ich kann mir vorstellen, dass wenn sich die Situation in den nächsten Tagen nicht verbessert,dass dann die gesamte Storchenfamilie auf die Suche nach Nahrung den Bruch verlassen wird.

Der Nachwuchs in Bünde-Ahle macht keinen glücklichen Eindruck. Der vorliegende Acker ist gemäht und so konnte ich heute etwas näher ran.
Von der Zeit her könnten die Jungstörche auch schon flügge sein, doch sie verhalten sich noch recht passiv. In den Schnäbel hat sich Dreck verklebt und das ist sicherlich hinderlich beim fressen.
Ein Altvogel kam auch dazu, hatte jedoch weder Futter noch Wasser mitgebracht.
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Runter kommen sie alle !

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Vor vier Monaten war das Bünder Storchenpaar gemeinsam in den Elsebruch eingeflogen.Heute(Sa.14.7.) durfte ich am Vormittag beobachteten wie der erste Jungvogel das Nest verlassen hatte. Nach einem kurzen Rundflug landete er auf einer Wiese unterhalb des Storchennestes. Beide Altvögel waren nicht zugegen. Nach ca. einer halben Stunden kehrte er dann zielsicher zu seinen beiden Geschwistern auf den Horst zurück.
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Erster !

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Bei meiner heutigen Storchenrunde war sicherlich das „leere“ Nest in Bruchmühlen das Hauptereignis. Der hier einzige Jungvogel hielt sich mit einem Elterntier auf einen angrenzenden und bereits gemähten Acker auf. Kurz darauf kam auch der zweite Altvogel dazu und alle drei stiegen dann kreisend in der Thermik sehr hoch auf. Diese besondere Flugfähigkeit, gleich von Anfang an, ist schon eine Faszination für sich.

Im Bünder Elsebruch und in Enger Bruch zeigte sich mir das gleiche Bild. Drei Jungstörche sitzen auf den jeweiligen Horst und verharren der Dinge. Zwischenzeitlich werden kleine Flugübungen auf dem Nest veranstaltet.
Die Bruten hier im Bruch und die in Enger müssten etwa gleich alt sein. Die übliche Nestlingszeit (ca.achtWochen) ist schon überschritten. Wie schon vorab erwähnt halte ich diesen Storchennachwuchs beider Nester noch für etwas klein und meine, dass es auf Grund der Trockenheit in die  Verlängerung geht.
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Etwa zwei Wochen jünger ist die 2.Bünder Storchenbrut. Das Nest ist schwer zugänglich und ich konnte nur aus großer Entfernung die beiden Jungstörche auf dem Horst sichten.
Zumindest die dortigen Elterntiere scheinen gut mit den Windrädern in der direkten Nachbarschaft umgehen zu können. Bleibt zu hoffen, dass die Jungvögel, wenn sie flügge werden ebenfalls auf der nötigen Distanz bleiben.

Schon mehr als das Halbfinale erreicht

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Der Storchennachwuchs im Bünder Elsebruch hat die längste Zeit auf dem Nest verbracht.Wenn weiterhin alles gut verläuft, dann dürften sie in ca. drei Wochen flügge sein.Immer häufiger sieht man sie jetzt ohne Altvogel im Nest stehen. Beide Elterntiere sind auf Futtersuche. Der Regen der letzten Tage dürfte hierbei behilflich sein. Mir selber kommen die Jungvögel für sechs Wochen alt noch etwas klein vor. Die wochenlange Trockenheit und der damit verbundene Futtermangel mag dazu bei getragen haben.Von daher glaube ich an einer längeren Nestlingszeit als die üblichen acht Wochen.
Dagegen lässt sich das Einzelkind in Bruchmühlen in der Größe nicht mehr von seinen Eltern unterscheiden. Nur der schwarze Schnabel und das dunklere Gebein verrät den Jungvogel.Trotzdem steht hier ein Altvogel immer noch mit obenauf und das spricht dafür, dass es wohl kein Problem ist eine Einerbrut mit der entsprechenden Nahrung zu versorgen.
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Das Nest in Bünde/Ahle ist z.Zt. nur aus großer Entfernung zu beobachten. Per Fernglas konnte ich trotzdem heute(24.6.) einen guten Eindruck von der Zweierbrut bekommen.

Leider keine guten Nachrichten aus den Blutwiesen/Löhne. Wie auch schon vorab in Südlengern wurde hier das Nest  in der letzten Woche auf gegeben. Zumindest konnte in Löhne ein Küken dokumentiert werden, welches wohl in Nachhinein verendet ist. Die Elterntiere haben nach dem Tot ihres Nachwuchses den Horst verlassen