Spätsommer im Elsebruch

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Und vielleicht die letzten gemeinsamen Bilder von dem Storchenpaar.
Die Jungen haben sich vor einer Woche in den Süden verabschiedet(siehe vorherige Beiträge) und die Alten können ihnen jetzt jeden Tag folgen.
Wenn denn alles gut geht, dann werden sie im nächsten Frühjahr hier wieder zusammen treffen. Jetzt aber steht ihnen eine lange und beschwerliche Reise bevor.
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Kommt gut hin !

Ich mach die Storchenbeobachtung jetzt schon einige Jahre, aber solch bewegende Sichtung hatte ich und auch andere Storchenfreunde vor Ort wohl noch nie.
Wir hatten uns zu einem formlosen Treffen am Storchenhorst verabredet und wollten uns bei einer Tasse Kaffee von den hiesigen Störchen verabschieden.

Es sollte ein tatsächlicher Abschied werden.
Alle vier Störche waren heute Morgen in den Wiesen anwesend. Die Altvögel schienen sichtbar unruhig zu sein. Klappern standen sie im Nest oder auch in den Wiesen. Es schien Gefahr in der Luft zu sein.

Gegen 11.15Uhr tauche dann auch eine Gruppe von fünf Fremdstörche aus Norden kommend am Himmel auf und näherten sich im Tiefflug.
Ohne Zeremonie stiegen dann unsere beiden Jungvögel auf, flogen einen Halbkreis und schlossen sich der Gruppe an.
Tatenlos blieben die Elterntiere am Boden.
Die Gruppe von jetzt sieben Störchen stieg in der Thermik hoch auf bis wir sie nicht mehr sehen konnten.

Uns Beobachter war die Situation sofort klar: Jetzt sind die Kleinen abgeholt worden, jetzt begeben sie sich auf ihre große Reise in den Süden.

Alles ist gut. Alles geht seinen natürlichen Gang, aber so kommt doch Wehmut auf. Haben wir doch wiedermal eine heranwachsende Generation von Störchen mit unseren Beobachtung begleiten dürfen.
Jetzt hoffen wir, dass sie eine gute Reise haben und dass sie vielleicht eines Tages wieder über unseren Himmel erscheinen werden.
Die Bezeichnung „ Adebar“ kommt aus dem Altgermanischen und heißt:
„Der Glücksbringer“.
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Das Ende der Saison naht

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Aber noch fliegt all abendlich der Storchennachwuchs auf den sicheren Horst im Elsebruch zum übernachten auf.Das Elternpaar nächtigt auf den umliegenden Weidezaunpfählen.
Die nahen Äcker bieten z.Zt. genug Nahrung, so das die Storchenfamilie tagsüber nicht weit fliegen braucht, vielmehr laufen sie den hier pflügenden Traktoren hinter her.
Gelegentlich sieht man über den Bünder Himmel vier Störche in der Thermik kreisen.
Mittler weilen verliert sich auch die Schwarzfärbung der Schnäbel bei den Jungstörchen und es wird schwieriger Alt von Jung zu unterscheiden.

BlogAus den näheren Umkreis werden die ersten Gruppen von durchziehenden Störchen gemeldet. Zuerst werden sich die Jungen solch einer Gruppe anschließen. Die Altvögel werden ihnen wenige Tage später in den Süden folgen. Üblicherweise fliegen Männchen und Weibchen dann getrennte Wege.

 

Flügge Teil 3

Auch die Jungstörche im Enger Bruch sind jetzt flügge.
Storchenfreunde vor Ort berichtete, dass die Jungen gestern (Do.27.7.) zum ersten mal des Nest verlassen hatten.
Besonders schön war für mich die Aufstellung der Storchenfamilie bei meiner heutigen Besichtigung vor Ort.
Die Jungstörche standen auf dem Horst, Vater Storch stand unten davor und Mutter Storch hatte es sich auf einem
Laternenmast gemütlich gemacht.
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Unsere Bünder Jungstörche machen hin-des immer größere Ausflüge.
So wurde vorab in den letzten 24 Std. keine Sichtungen mehr gemeldet.
Heute am frühen Abend standen sie allerdings wieder im Nest.

Zu den Störchen in Enger siehe auch:
http://www.lietzow-naturfotografie.de/html/enger_bruch_2.html

 

Schwarzstörche

Über Bünde/Dünne wurde wieder ein Schwarzstorch gemeldet. Das ist natürlich ein Highlight für uns Storchenfreunde. Insider vermuten Brut am Wiehen. Ich hatte letztes Jahr hier übern Bruch zweimal solch eine Sichtung. Schauen wir mal wieder mal genauer gegen Himmel. Ist nicht unbedingt ein Weißstorch der da fliegt.
Anbei ein Foto aus diesem Jahr aber leider nicht von hier.
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siehe auch :
http://vogelgucker.blogspot.de/

„ Jetzt: Störche über dem Elsebruch!“

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Auf solche Szenen warten wir Storchengucker. Heute, am späten Nachmittag hatten sich die Kleinen auch höher in den Himmel gewagt. Wohl in einer guten Thermik stiegen jetzt vier Störche auf. Durch ihr wackeliges Flugverhalten sind die Jungen auch in großer Höhe noch von ihren Eltern zu unterscheiden. Als dann ein fünfter Storch dazu kam, zogen es die Youngster vor, wieder den heimischen Horst an zu fliegen. Mit der punktgenauen Landung scheint es noch ein wenig zu hapern.
Suchbild:
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Kleine sonntägliche Storchenrundfahrt

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Die Bünder Jungstörche sind bisher sehr verhalten. Sie verlassen relativ selten das Nest und lassen sich auch noch hier von ihren Eltern füttern. Kommen sie dann herunter, habe sie keinerlei Scheu vor Kühen und Pferden. Es scheint sogar,dass sie sich gerne zwischen den großen Tieren aufhalten. Doch sobald sich die menschlichen Bruchbesucher zu nahe kommen ziehen sie sich auf ihrem Horst zurück.

Anders hingegen das Jungvolk in Hiddenhausen. Auch die sind jetzt flügge, sind recht aktiv und halten sich in einem abgeernteten Getreidefeld an der Milchstraße auf. Sie scheinen schon eine gewisse menschliche Nähe zu akzeptieren.
Ich bin gespannt, ob die Altstörche zum überwintern wieder hier bleiben.
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In Enger Bruch finden noch Turnübungen auf dem Nest statt. Wenn ich das richtig auf dem Schirm habe, dann sind die Jungvögel zwei Wochen jünger als die Bünder Brut. Von der üblichen Nestlingszeit her dürfte auch ihr „Herunterkommen“ unmittelbar bevorstehen.

Nicht Kreis Herford, aber für mich dicht bei ist das Storchennest in Bruchmühlen/Krukum.
Hier bleibt die diesjährige Storchsaison undurchsichtig.
Insgesamt wurde dort auf dem Nest drei Monate gebrütet(üblich ca. 32Tage).
Mir ist das nur dadurch erklärlich, dass es dort einen Wechsel gegeben haben muß.
Das ursprüngliche Storchenpaar muß von einem anderen Paar vertrieben worden sein.
Dieses neue Paar hat die erste Brut vernichtet und nochmals neu gebrütet.
Dann war auch dieses Paar wieder weg und in dem Nest lagen drei nicht ausgebrütete Eier.