Tischlein deck dich !

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Heute wurde direkt unterhalb des Storchenhorstes Heu gemacht und der Gabentisch war reichlich gedeckt. Milane, Falken, Bussarde und Weißstorch reichten sich gegenseitig die Klinke der Hand.
Bis jetzt scheint das Nahrungsangebot gut zu sein. Das Storchenpaar hält sich immer in der Nähe auf und muß nicht „Außer Haus“ um Futter zu finden.

Bonny u. Clyde(Fremdstörche) tauchten heute Nachmittag hoch am Himmel auch kurz wieder auf und erzeugten Klapperalarm auf dem Nest. Die Kleinen zogen es vor, in dieser Situation ab zu tauchen. Bei den Raubvögel hingegen zeigen sie keinerlei Reaktion.
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Brutaufgabe in Löhne

Leider keine guten Nachrichten für Storchenfreunde. Bereits seit Pfingstmontag wird das Storchennest in den Löhner Blutwiesen nicht mehr von den Elterntieren angeflogen.

Wer sich etwas intensiver mit der Storchenwelt beschäftig, weiß dass die Verlustrate bei diesen Tieren recht hoch ist. Längst nicht jede Brut führt zum gewünschten Erfolg.
Mögliche Ursache gibt es viele. Z.B. schlechte Witterung, Nahrungsmangel, Übergriffe von Fremdstörche, Unfall der Elterntiere, usw..
Gerade in den letzten Tagen wurden viele Dramen, bedingt durch Starkregen, aus dem gesamten Bundesgebiet gemeldet. Auch im Bünder Land gab es in den vergangenen Jahren deutliche Verluste.

Ganz große Anerkennung für die Löhner Storchefreundin Marion Schröder. Trotz dieser unschönen Ereignisse ist ihr mit sehr viel Engagement die Ansiedlung des Weißstorches in Löhne gelungen.
Siehe auch : https://ein-nest-fuer-loehne.blogspot.de/

Nach den gestrigen Sturm u. Starkregen habe ich heute(8.6.) eine Kontrollfahrt zum Bünder und Engeraner Nest gemacht: Alles Wohlauf !

Feuchtgebiete

Trotz der trockenen Wetterlage der letzten Tage ist der Wasserbedarf der Bünder Störche gesichert.
2014 wurden unterhalb des Horstes zwei Blänken als Biotop angelegt. In diesen kleinen Teichen sammelt sich Grund- und Regenwasser. Kleintiere finden hier Lebensraum und dienen den Störchen als Teil ihrer Nahrung.

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Bild 1  Die Störchin bei der Futtersuche in der Blänke

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Bild 2  In diesem Jahr konnte ich auch diverse Schnepfenvögel dort beobachten.

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Bild 3  Selbst nach den trockenen Tagen nutzt Meister Adebar den geringen Wasserspiegel für ein ausgiebiges ausgiebiges Bad.

_MG_3142Bild 4 „WASSER MARSCH“

Halbzeit

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Die drei Bünder Storchenküken sind jetzt ca.vier Wochen alt und haben die Hälfte ihrer Nestlingszeit hinter sich. Meist steht noch immer ein Altvogel zur „Bewachung“ oder als „Sonnenschirm“ oben auf. Wenn die Jungvögel mal kurz alleine sind, hält sich dann doch zumindest ein Elternteil im Nahbereich auf. Das spricht für ein ausreichendes Nahrungsangebot. In der Notlage würde beide Altvögel jetzt auf eine weit entfernte Futtersuche gehen.
Wenn die wenigen flachen Uferstellen an der Else nicht durch diverse Freizeitaktivitäten besetzt sind, dann dürfte die notwendige Wasserversorgung auch kein Problem sein.
Auf dem Foto kann man die weiß-gefärbten Beine der Störchin erkennen. Bei großer Hitze koten Störche ihre Stelzen zum Schutz gegen der Sonnenstrahlung ein.

2 plus 3

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Auch in diesem Jahr sieht alles nach drei Storchenküken auf den Wiesen der Pferdepension Wellmann aus.
Die Kleinen sind jetzt ca. drei Wochen alt und schauen schon deutlich über den Nestrand hinaus.
Die Nestlingszeit bei Störchen beträgt ca. acht Wochen. Wenn alles gut geht, dann können wir die drei Jungstörche Anfang Juli über Bünde fliegen sehen.

Eine zweite Brut in Bünde bestätigt sich nicht. Zwar werden immer wieder Störche auf dem alten Horst in Ahle gesehen, aber die Tiere nutzen diesen Platz wohl nur zur Rast oder zum Übernachten.
Selber konnte ich heute dort in den umliegenden Wiesen vier Störche beobachten.

Mit den Nest Hiddenhausen/ Milchstraße lag ich mit meiner zeitlichen Einschätzung falsch. Ich war der Meinung, dass dort das Paar zwei Wochen vor den Bündern angefangen hat zu brüten.
Laut Presseberichten kam es hier aber auch erst Anfang Mai zum ersten Schlupf. So liegen sie etwa zeitgleich mit den Bünder Störchen.

In Löhne/Blutwiesen und im Enger Bruch wird für die kommende Woche der jeweils erste Schlupf erwartet.

Interessant bleibt die Geschichte in Bruchmühlen/Krukum.
Dort wird mittlerweilen in der achten Woche gebrütet(normale Brutzeit 32Tage).
Meiner Vermutung nach kam das nur sein, weil dort ein anderes Storchenpaar den Brutplatz übernommen hat (siehe vorherigen Beitrag).